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Verlag Harald Voß
Die Lage in der 2. Liga

(von Harald Tragmann)

Nach einem verdienten Unentschieden in Nürnberg verzeichnete Hertha BSC eine Serie von 8:2 Punkten ohne Niederlage in Folge, die hoffentlich auch bei den Fortunen in Köln bestand hielt, damit gegen St. Pauli endlich mal wieder mehr als 10.000 Zuschauer begrüßt werden können.

Nach den 0:4 Punkten zum Saisonauftakt hatte so mancher die Hertha schon aufgegeben und zum Abstiegskandidaten gestempelt, doch die Erfahrung zeig uns, daß man nicht voreilig urteilen soll.

Wurde Hertha letzte Saison nicht schon vorm ersten Spiel zum Aufstiegsfavoriten gekürt, und mußte dann bis zum Schluß um den Klassenerhalt zittern ?

Also urteilen wir lieber von Spiel zu Spiel und freuen uns über die Punkte, die wir bereits auf der Haben-Seite verbuchen dürfen.

Die Neuwahl scheint nicht nur Ruhe in die Präsidiumsarbeit, sondern auch auf das Spielfeld gebracht zu haben. Die Mannschaft scheint ineinander gefestigt zu sein und überzeugt durch ihr gekonntes Zusammenspiel, wenn auch noch nicht alles nach Wunsch verläuft.

Bemerkenswert, daß Christian Fiedler in Nürnberg nach 370 Minuten zum ersten Mal hinter sich greifen mußte, wobei an dem Treffer nichts zu halten war. Der junge Torhüter der Bubi's hat seine Kühlheit aus den Pokalspielen im Tor bewahrt und Ruhe in die Abwehr gebracht. Sven Meyer hat inzwischen die Rolle des Libero übernommen und ließ so Frank 'Wuschi' Rohde die Möglichkeit Akzente nach vorne zu setzen. Und auch der verletzungsbedingte Ausfall eines Routiniers wie Rohde ließ das Zusammenspiel nicht auseinanderbrechen, nachdem sich mittlerweile jeder auf den Einsatz des anderen verlassen kann.

Dirk Bremser und Thomas Richter sind sichtlich an der Steigerung beteiligt. Und mußte man sie im letzten Jahr noch als Fehleinkäufe bezeichnen, so haben sie in diesem Jahr sichtlich Anteil am Erfolg der Mannschaft.

Nicht zu vergessen, die Impulse eines Harun Isa, der mit seiner Quirligkeit für viel Unruhe in der gegnerischen Abwehr sorgt und für jede Überraschung gut ist. Ein Mann, den Hertha BSC auf jeden Fall halten muß.

Sowohl auswärts wie auch zu Hause ist Hertha BSC wieder ein gefürchteter Gegner und solange dies so bleibt, werden wir unsere alte Dame auch weiterhin im oberen Tabellendrittel bewundern können.

Und wenn man auch mal wieder mit Rückschlägen rechnen muß, es macht momentan Spaß der Mannschaft zuzusehen. Bleibt zu hoffen, daß die Erfolge unserer Mannschaft auch vom Berliner Publikum belohnt werden und wieder mehr Zuschauer den Weg ins Olympiastadion finden werden.







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