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Ostseeausflug

(von Nils Dudda)

Zum anstehenden Derby zwischen Hansa Rostock und Hertha BSC hatten wir, zwei Hansa-Fans aus der näheren Umgebung Berlins und die Hertha-Freunde 92 e.V., beschlossen, eine gemeinsame Fahrt zu organisieren.

Der Tag begann mit viel zu frühem Aufstehen, weil Hertha-Freund Bert sich nicht selbst was zum Frühstück besorgen konnte und wir ihm die Brötchen liefern mussten. Nach und nach fanden sich dann auch die weiteren Mitreisenden bei ihm ein.

Nachdem zwei Pils-Kästen verladen worden waren, ein Hertha-Freund diese als ehrgeiziges Projekt bezeichnet hatte und sich alle in den Bus geschält hatten, ging es los. Irgendwo zwischendurch stand plötzlich Harald mit seiner Frau am Straßenrand und gnädig, wie wir nun einmal sind, haben wir sie aufgesammelt. Da Bier eine ziemlich treibende Wirkung hat, mussten wir auf den 250 km doch dreimal anhalten, um Platz für weitere Hopfenkaltschale zu schaffen.

Irgendwann trafen wir dann doch noch in Rostock ein. Wie immer gab's in Warnemünde keine Parkplätze, aber der Anlieferbereich eines EDEKA-Marktes wurde am Sonntag sowieso nicht gebraucht, also ließ unsere Fahrerin den Bus dort fallen, übrigens völlig ohne Schrammen und den im Graben liegenden anderen Fanbus haben wir auch nicht gesehen, der muss wohl eine andere Strecke genommen haben. Zu diesem Zeitpunkt war von dem ehrgeizigen Projekt etwas weniger als die Hälfte absolviert.

Da diese Hauptstädter nicht wissen, wie Wasser aussieht, mussten wir auf dem Weg zum Anlegeplatz der Hafenrundfahrt(s)schiffe einen Umweg über die Strandpromenade machen. Achim belästigte noch Passanten, dass sie uns gefälligst vor dem Leuchtturm zu fotografieren hätten, was diese doch tatsächlich taten.

Endlich konnten wir uns dann aufs Wasser begeben, nachdem wir mit dem Käptn erst mal ordentlich Mengenrabatt ausgehandelt hatten. Die sichtlich genervte Kellnerin brachte dann sogar das gewünschte Rostocker Pils, die Gläser waren auch groß genug.

Nach der Hafenrundfahrt ging's in eine Kneipe zum Spachteln. Irgendwann nach Kaffee/Eis/Kuchen und einem Spaziergang war es an der Zeit, zum Stadion zu eilen, denn durch die ganzen Berliner und Güstrower war Warnemünde, wie immer bei schönem Wetter, dicht. Zum Spiel schreibe ich nur so viel: Hertha war besser und hat zwei Tore mehr geschossen.

Die Rückfahrt begann damit, an einer mit Hansa- und Hertha-Fans überfüllten Tankstelle eine Viertelstunde auf zwei Zigarettenkäufer zu warten. In dieser Zeit lief die ersten drei Male "Hey Baby - uh, ah - ..." Es sollten nicht die letzten Male sein.

Das ehrgeizige Projekt wurde fortgesetzt und die Stimmung stieg. "Hey Baby..." und nochmal Track 2 - "mach ma lauter", Achim betätigte sich als DJ und testete unsere Gesangskünste, welche immer besser wurden. Als die Hinterbänkler wieder einmal die Blase voll hatten und kein Parkplatz auftauchte, wurden die Stimmen dahinten etwas dünner. Irgendwann gab's den dann aber doch noch. Kurz hinter dem Autobahndreieck Wittstock war dann auch das Bier alle. Projekt erledigt, aber noch 80 km vor uns. Am Rasthof Linumer Bruch begann das Aussteigen. Der Hansa-Fan aus meinem Nachbardorf wollte doch tatsächlich dort abgeholt werden. War zwar keiner zu sehen, aber er stieg trotzdem aus. Ob er eventuell noch immer vor dem Mc Donalds sitzt, ist nicht überliefert. Dann stiegen Harald und Frau aus, irgendwo da, wo wir sie morgens gefunden hatten.

Nachdem wir den Bus bei Bert vor der Tür abgestellt hatten, beschlossen wir, noch auf einen Kaffee in der naheliegenden Kneipe einzukehren. Bert konnte uns unter größter Anstrengung den Namen nennen: Biberbau. Der Weg zurück war anstrengend, obwohl es nur 3 Türen weiter ging. Mühsam hielten wir Bert zwischen Mauer und Bäumen, Robert lieferte ihn dann leider an der falschen Haustür ab. Ich bin dann lieber nach Hause gefahren...

Fazit: Trotz Niederlage für eine der beiden Gruppen (beide können nun einmal nicht gewinnen) - es hat Spaß gemacht.







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