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Die Lage

(von Harald Tragmann)

Langsam scheint sich unsere Hertha wieder zu fangen. Da nun auch die meisten Verletzten nach und nach ins Team zurückkehren, kommen zunächst die Punkte und langsam auch die Spielkultur nach Berlin zurück.

Mussten die blau-weißen Ende November gegen den 1.FC Kaiserslautern noch die erste Heimniederlage (0:1) dieser Saison in Kauf nehmen, glänzten sie bereits drei Tage später im Nebelspiel gegen den FC Barcelona. Bereits in der 14. Minute gingen die Katalanen mit 1:0 in Führung, doch Michalke glich keine zwanzig Minuten später durch einen Hammer aus 18 Metern Entfernung aus. Obwohl kaum einer etwas im Nebel erkennen konnte, war die Stimmung dementsprechend gut und mit Kampfkraft und einem herausragenden Gabor Király wurde der Punkt über die Zeit gebracht.

Vier Tage später gelang dann endlich auch der erste Auswärtssieg der Saison. Als die Berliner bereits 0:2 hinten lagen, verkürzte Preetz kurz vorm Pausenpfiff den Spielstand und Wosz sowie Michalke erzielten in der 51. und 53. Minute die Tore zum Auswärtserfolg. Dabei stand auch Marko Rehmer erstmals in der Anfangsformation der Herthaner und gehörte neben Wosz zu den besten Berlinern.

Im DFB-Pokal sollte dann gegen den 1.FSV Mainz 05 nochmals eine Ernüchterung folgen. Bis zur 82. Minute stand Hertha durch den Führungstreffer von Michael Preetz (67.) im Viertelfinale, doch dann glichen die Mainzer aus und erzielten in der Verlängerung sogar noch die Führung, die sie mit nur neun Spielern über die Zeit retteten.

Am 4. Dezember folgte dann gegen die harmlosen Ulmer Spatzen wieder ein klarer Heimsieg, den Dariusz Wosz (2.), Jolly Sverrisson (66.) und Michael Preetz (74.) mit ihren Toren zum 3:0 herausholten.

Vier Tage später jedoch wurde es wieder ernst und die Herthaner mussten in der Champions-League zum FC Porto reisen. 78 Minuten hielten die Berliner tapfer mit, nachdem sie das Spiel in den ersten zwanzig Minuten überraschenderweise sogar dominiert hatten. In der 79. Minute jedoch erzielten die Portugiesen das 1:0, welches Preetz kurz vor Spielende fast noch ausgeglichen hätte, als er nun den Außenpfosten traf.

Beim dritten Bundeligasieg in Folge und dem zweiten Auswärtserfolg im Freiburger Dreisamstadion schoss Ali Daei in der 76. Minute das goldene Tor zum 1:0-Erfolg, mit dem sich die Berliner wieder näher zur Tabellenspitze brachten. Beim Heimspiel gegen den TSV 1860 München mussten die Herthaner jedoch wieder einen kleinen Dämpfer in Kauf nehmen, denn sie kamen über ein 1:1 gegen die Münchner Löwen nicht hinaus. Nachdem Martin Max die Löwen in Führung gebracht hatte, konnte Kostas Konstantinidis in der 71. Minute wenigstens noch den Ausgleich erzielen.

Beim letzten Auswärtsspiel des vergangenen Jahres, gleichzeitig das letzte Bundesligaspiel des Jahrtausends, sollte dann doch noch eine 0:4-Schlappe bei Borussia Dortmund folgen, welche die Berliner in die Winterpause begleitete. Bereits zur Pause lag man 0:3 zurück und Christian Wörns krönte in der 69. Minute den Erfolg vor 59.000 Zuschauern mit seinem Treffer zum 4:0.

In der Winterpause folgte dann das Hallenturnier in der Max-Schmeling-Halle, bei dem die Herthaner zwar zunächst den Gruppensieg holten, sich dann aber im Halbfinale gegen Tennis Borussia geschlagen geben mussten und gegen den VfL Bochum den dritten Platz errangen. Man hatte allerdings nicht den Eindruck, dass die Berliner allzu traurig über das Nichterreichen des Hallenmasters-Finale waren. Überhaupt haben die Hallenturniere an Reiz verloren, seit der DFB die Schirmherrschaft übernommen hat. Das belegen auch eindeutig die Zuschauerzahlen. Mit Wehmut denken wir an die aufregenden Turniere in der Berliner Deutschlandhalle zurück.

Im Trainingslager kam dann die Verletzung von Stammtorhüter Gabor Király hinzu, doch wie wir inzwischen wissen, konnte Christian Fiedler ihn bisher gut ersetzen.

Mit einem Auswärtssieg ging es dann nach der Winterpause weiter. Fiedler konnte seinen Kasten in Rostock sauber halten und Michael Preetz sorgte mit dem 1:0 für die drei Punkte.

Vier Tage später zu Hause gegen Bielefeld ließ Fiedler wieder keinen Treffer zu und erneut holte Michael Preetz die Punkte im Alleingang. Mit seinen Toren zum 1:0 (52.) und 2:0 (77.) bescherte er der Hertha den nächsten Heimsieg.

Nachdem die letzten beiden Spiele zwar erfolgreich, jedoch spielerisch weniger überzeugend gewesen waren, folgte dann auch eine 1:4-Pleite im Bremer Weserstadion. Daran konnte das erste Tor vom in der Winterpause geholten 15-Millionen-Einkauf Alex Alves auch nichts mehr ändern.

Mit Deisler, der nach langer Verletzungspause erstmals wieder von Beginn an spielte, und Rehmer in der Abwehr fanden die Berliner dann gegen den Hamburger SV zum gewohnten Spiel der abgelaufenen Saison zurück. Und wieder steuerte Michael Preetz beide Treffer zum 2:1-Sieg bei, daran konnte auch der Gegentreffer von Ex-Herthaner Nico Kovac eine Minute vor Schluss nichts mehr ändern.

Fünf Tore und neun Punkte in drei von vier Spielen nach der Winterpause gehen somit allein auf das Konto von Michael Preetz, der nach seinem Durchhänger mit Armbruch und Manschette nun scheinbar wieder zur alten Form gefunden hat und wieder wie gewohnt wichtig für die Hertha ist.

Die nächsten Spiele in Leverkusen (erst nach Redaktionsschluss) und in der Champions-League gegen Sparta Prag werden zeigen, ob unsere Hertha nun auf dem richtigen Weg ist.







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