Ereignisreiche Tour ins Frankenland
(von Marco Lutz)
Nach der verdienten 1:3 Niederlage gegen den MSV Duisburg stand nun das schwere Auswärtsspiel beim 1.FC Nürnberg auf dem Programm. Gerade bei solchen Spielen brauchen unsere Jungs die Unterstützung der Fans, dachten sich ca. 12 Hertha-Freunde und machten sich auf unterschiedliche Weise (Bus, Auto, Bahn) auf den Weg ins Frankenland.
Vier Hertha-Freunde (Michael H., Michael P., Joachim L. und ich) fuhren bereits um 5.00 Uhr los.
Da wir seit einigen Jahren freundschaftliche Kontakte zum 1.FC Nürnberg Fanclub "Höhhan's" haben, wollten wir die Jungs auch besuchen. Bis kurz vor Bayreuth verlief die Fahrt ganz normal.
Dann kam das, was immer passiert, wenn wir mit dem "Auto" (kann man kaum so bezeichnen) von Michael H. unterwegs sind - wir hatten eine Panne! Plötzlich wurde es laut unter dem Wagen und wir fuhren sofort die nächste Ausfahrt raus, um den Schaden zu betrachten. Es stellte sich heraus, dass ein Teil des Auspuffs gebrochen war. Einfach toll!! Wir standen im Schneeregen mit einem kaputten Auto. Doch dann musste gehandelt werden. Wir teilten die Arbeit gerecht auf. Ich habe erst einmal in aller Ruhe ein Bier getrunken und die anderen drei kümmerten sich ums Auto. Notdürftig wurde der Auspuff mit Draht festgemacht. Danach ging es mit gedrosselter Geschwindigkeit bis nach Gräfenberg (etwa 30 km vor Nürnberg). Dort ist der 1.FC Nürnberg-Fanclub "Höhhan's" beheimatet.
Gegen 9.30 Uhr trafen wir in der Kleinstadt ein. Erst einmal gingen wir in eine Konditorei, um uns zu stärken. Punkt 10.00 Uhr öffnete das Vereinslokal der Nürnberger. Sehr gemütlich und vor allem preiswertes Bier. Nach dem Begrüßungsschluck besorgte ein Mitglied der "Höhhan`s" Frühstück (Brötchen, Wurst etc.) für uns auf Vereinskosten der Nürnberger. Eine tolle und nette Geste. Vielen Dank noch mal.
Danach brachte Michael H. unser "Möchtegernauto" in die Werkstatt. Bis zur Abfahrt ins Stadion vertrieb man sich die Zeit mit Kicker-Spielen und leckerem Friedmann Bier. Doch allzu viel Alkohol ging nicht, denn wie wir schon in Berlin erfahren hatten, sollte es im Stadion Alkoholkontrollen geben. Da unser Wagen noch immer in der Werkstatt bleiben musste, boten uns die Nürnberger an, in ihrem Fanclubbus mitzufahren. Gesagt-getan.
Um 13.30 Uhr rollte vom Gräfenberger Marktplatz der Nürnberg/Hertha Fanbus Richtung Frankenstadion. Nachdem man den Bus abgestellt hatte, ging es gemeinsam zum Stadion, wo sich logischerweise die Wege trennten. In einem eher durchschnittlichen Spiel konnten unsere Jungs verdient einen Punkt holen.
Anschließend ging es wieder zu unserem Bus zurück, was allerdings leichter gesagt als getan war. Alle fanden den Weg nur ich mal wieder nicht! Leider habe ich mich so verlaufen, dass irgendwann nur noch Nürnberger um mich herum waren. Nach über einer Stunde kam ich endlich wieder zum Bus. Wenn jetzt jemand glaubt, die Nürnberger/Herthaner hätten mich vermisst - Fehlanzeige! Mit Sekt und Bier überbrückten sie die Wartezeit ohne Probleme.
Schließlich ging es nach Gräfenberg zurück, wo ich mich mit Wolfgang und Didi vom FC Bayern Stammtisch Hiltpoltstein - einem weiteren Fanclub aus der Region, mit dem wir freundschaftliche Kontakte pflegen - in einer Kneipe verabredet hatte. Es war ein schönes Wiedersehen bei Bier und Schnaps, das leider nicht allzu lange währen konnte.
Gegen 21.00 Uhr mussten wir dann die Rückfahrt nach Berlin antreten. Auf dieser gab es dann außer körperlichen Problemen keinen Anlass zum Klagen. Das reparierte Vehikel brachte uns unerwartet sicher in die deutsche Hauptstadt, wo wir gegen 1.30 Uhr kaputt und müde eintrafen.
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