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Wir erinnern uns ...

(von Harald Tragmann)

Es war im Januar 1971, als Hertha BSC zum ersten Budenzauber in die Berliner Deutschlandhalle einlud. Neben Hertha als Veranstalter waren auch noch Tennis Borussia, Eintracht Braunschweig, Wacker 04, Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach mit von der Partie.

Am ersten Tag spielte man noch auf Handballtore, die lediglich 2x3 Meter groß waren und so fielen auch nur 5 Tore in sechs Spielen.

Kurzerhand beschloss man, die Tore auf 2x5 Meter zu vergrößern und von da an war die Torflut unter dem Hallendach eröffnet.

An fünf Tagen wollten insgesamt 34.500 Zuschauer das Spektakel miterleben und feierten Hertha BSC am Ende als Sieger vor den Gästen aus Bremen und Braunschweig.

Der Budenzauber war geboren und zu diesem Zeitpunkt ahnte wohl kaum einer, welchen Stellenwert der Hallenfußball später einmal einnehmen würde.

Hertha gewann auch im folgenden Jahr und lud mit Austria Salzburg erstmals einen ausländischen Gegner ein.

Das Turnier etablierte sich schnell und selbst als in den späteren Jahren auch andere Mannschaften Hallenturniere veranstalteten, hatte das Berliner Turnier immer ein besonderes Flair.

Aufgrund der schlechten sportlichen Lage musste Hertha 1988 sogar einmal beim eigenen Turnier zuschauen, das nun von der Messe Berlin ausgerichtet wurde.

Mit Einführung des DFB-Hallenmasters jedoch wurden sowohl Hertha als auch das Internationale Hallenturnier in der Deutschlandhalle wieder zu einer festen Größe im Hallenfußball.

Hertha hatte immer eines der bestbesetzten Turniere und alle Trainer bestätigten, dass das Turnier in Berlin mit Abstand das interessanteste sei.

1997 fand das Hallenspektakel zum letzten Mal in der Berliner Deutschlandhalle statt, bis dahin konnte Hertha dieses achtmal gewinnen und die Halle war in den letzten Jahren immer ausverkauft.

Danach wurde die Deutschlandhalle geschlossen und das Turnier 1998 fand in der neu errichteten Max-Schmeling-Halle im Bezirk Prenzlauer Berg statt. Gleichzeitig änderte der DFB den Modus der Hallenrunde, so dass das Teilnehmerfeld so uninteressant wie lange nicht mehr wurde.

Die Schmeling-Halle erwies sich außerdem als Flop. Während die Basketballer von ALBA-Berlin dort sicherlich eine hervorragende Heimspielstätte haben, so ist sie für eine Veranstaltung wie das Internationale Hallenturnier absolut ungeeignet. Die Hertha-Fans konnten zum großen Teil von ihren Plätzen sogar nur ein Tor sehen und bekamen ihr Geld zurückerstattet.

Dies ist sicherlich mit Grund dafür, dass es im kommenden Jahr kein Turnier in der Stadt geben wird, die den Hallenfußball erst populär gemacht hat. Neben dem Dauerthema Olympiastadion ein weiteres Armutszeugnis für die Sportstadt Berlin, denn mit der Schließung der Deutschlandhalle hat man ihr nach dem Abriss des Sportpalastes einen weiteren Dolchstoß verpasst.







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