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Verlag Harald Voß
Herthas Amateure ohne Vorstand

(von Harald Voß)

Am 22. September war es wieder einmal Zeit für die ordentliche Mitgliederversammlung der Amateurabteilung von Hertha BSC. Nachdem Klaus-Dieter Grube zuletzt nur für den ins Präsidium des Hauptvereins aufgerückten Jörg Thomas nachgewählt worden war (zwischenzeitlich hatte Hans-Jürgen Maurer die Abteilung kommissarisch geführt), standen diesmal wieder die turnusmäßigen Neuwahlen des Abteilungsvorstandes auf dem Programm.

Der Saal des Paul-Fleischmann-Heims füllte sich recht schnell, so daß bald die Plätze knapp wurden. Auch viele Aktive waren erschienen, von der Regionalligamannschaft bis zum Jugendbereich.

War die Stimmung während der Berichte des Vorstandes noch recht müde, so wurde es in der Aussprache schon turbulenter. Richtige Dramatik kam dann auf, als der Punkt Wahl des Abteilungsvorsitzenden auf die Tagesordnung kam.

Nicht weniger als fünf Kandidaten für das Amt des Abteilungsvorsitzenden wurden vor-geschlagen und der Versuch des Versammlungsleiters Günther Herzog, die vorgeschlagenen in umgekehrter Reihenfolge des Vorschlags nach ihrer Kandidaturbereitschaft zu befragen (Amtsinhaber Grube als letzter), erwies sich als Bummerang. Der zuerst befragte Amtsvorgänger von Klaus-Dieter Grube, Hans-Jürgen Maurer, bat um Befragung in Reihenfolge der Vorschläge, um noch etwas Bedenkzeit zu haben.

Nachdem Klaus-Dieter Grube seine Bereitschaft zur Kandidatur erklärt hatte, verzichteten alle weiteren Kandidaten, so auch Hans-Jürgen Maurer, aber nicht wenige hatten den Eindruck, als ob dieser Verzicht nicht endgültig hätte sein müssen. Und so kam es denn, wie es kommen mußte. Im ersten Wahlfang fiel Klaus-Dieter Grube glatt durch.

Ein zweiter Wahlgang fand dann nicht mehr statt, weil Versammlungsleiter Herzog die Sitzung kurzerhand abbrach. So war die Amateurabteilung erst einmal ohne Vorstand.

Eine neuer Versammlungstermin mußte her, um die abgebrochene Wohl fortzusetzen. Dieser neue Termin sollte der 17.Oktober sein. Die Einladungen waren auch bereits verschickt, doch dummerweise zeigte der Poststempel, laut Satzung alleingültiger Nachweis für die Einhaltung der 10-Tagesfrist, das Datum vom 9.Oktober. Ein Versäumnis der Deutschen Post, wie sich mittlerweile herausstellte, trotzdem war die Versammlung damit nicht fristgemäß geladen. Der angesetzte Termin mußte also ausfallen. Leider konnte man sich nicht dazu durchringen, die Mitglieder davon schriftlich zu informieren, so daß diese darauf angewiesen waren, diese Nachricht aus der Tagespresse zu erfahren. Wehe dem, der an jenem Tag die "falsche" oder gar keine Tageszeitung gelesen hatte...

Bei Erscheinen dieser Ausgabe dürfte die Wahl des Abteilungsvorstandes aber nun vermutlich doch (hoffentlich) stattgefunden haben.







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